Über Yoga

Hatha-Yoga


Tanzender Shiva

Der klassische Hatha-Yoga (seit ca. 1350 n. Chr. schriftlich überliefert) hat einerseits das Ziel, körperliches Wohlbefinden, Gesundheit und Beweglichkeit wieder herzustellen. Dies ist auch das nahe liegende Motiv, einen Yogakurs zu besuchen. Der klassische Hatha-Yoga in der Tradition nach Dr. Gharote und Dr. Shrikrishna bietet eine einzigartige Möglichkeit, neben der körperlichen Kräftigung die persönliche Erfahrung des inneren Friedens zu machen.

Yoga der Energie

Der Yoga der Energie (im 20. Jh. von Lucien Ferrer entwickelt) greift die traditionellen Techniken vom Hatha-Yoga auf und stellt dabei die Wahrnehmung der Lebensenergie, der vitalen Energie, in den Mittelpunkt. Diese vitale Energie vermindert sich im Körper bei einer ernsten Krankheit, dagegen ist sie in einem gesunden Körper deutlich spürbar z.B. nach sportlicher Betätigung. Im Yoga der Energie werden die Bewegung, der Atem und die geistige Konzentration koordiniert, um einen Zustand höchster Aufmerksamkeit erreichen zu können. Dadurch hat der Yoga-Praktizierende gar keine Gelegenheit mehr, Alltagsgedanken aufkommen zu lassen. Der Körper und insbesondere das vegetative Nervensystem können entspannen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Atem zu.

Atem - pranayama

Nach altindischer Philosophie ist die Lebensdauer eines jeden Menschen durch die ihm zugeteilten Atemzüge bestimmt. Daher wird im Yoga sehr viel Wert darauf gelegt, den Atem zu vertiefen und zu verlangsamen und das Atemgeschehen genau zu erspüren. Das Sanskrit-Wort "prana" umfasst folglich auch die Bedeutungen von kosmischer Energie, Lebensenergie und Atem. Die Atemübungen im Yoga heißen pranayama. Die vorbereitenden Übungen für pranayama sind neben den asanas die kriyas und bandhas.